Aufstände gegen den Liberalismus – Wirtschaftliche Hintergründe der Revolten in Ägypten, Tunesien und Libyen

von Hannah Wettig in der analyse&kritik (Nr. 560, http://www.akweb.de/ak_s/ak560/22.htm )

“In fast allen arabischen Ländern gehen inzwischen die Menschen gegen ihre autokratischen Herrscher auf die Straße. Von Marokko bis Irak, von Syrien bis Jemen fordern sie Freiheit, Achtung der Menschen- und Bürgerrechte, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit. Doch soziale Rechte sind ihnen nicht weniger wichtig, in vielen Ländern sind die Demokratiebewegungen durch Streiks für höhere Löhne erst in Gang gekommen. Was sind die ökonomischen Hintergründe der Proteste? Ein Blick auf die wirtschaftspolitische Vorgeschichte in Ägypten, Tunesien und Libyen.”

One comment

  1. Daeva

    Die Methodik des Artikels ist ok. Es gibt aber ein paar kleine Fehler. Nichts dramatisches.

    Jamahiriya ist eine Zusammenziehung aus Jama (=Gemeinschaft) und wie es richtig drin steht Jumhuriya (=Republik).

    Außerdem würde ich den sozialistischen Charakter der FNL nach dem Sturz Ben Bellas 1965 verneinen. Ebenso waren die Freien Offiziere in Ägypten keine Sozialisten, sondern weitgehend Antikolonialisten. Erst im Laufe der Zeit hat Nasser einige sozialistische Elemente angenommen.

    Der IWF hat in Ägpten schon 1974 mit einem Austeritätsplan zugeschlagen, auf Bitten von Sadat. 1991 wurden Ägypten für die Teilnahme am Golfkrieg fast die Hälfte der Auslandsschulden erlassen. Die Schulden belaufen sich im Moment auf die lächerliche Summe von ~30 Mrd. § (oder 24 Mrd. €). Wichtiger wäre bei Sadat sein Versuch der gesellschaftlichen Integration und Teilhabe durch seine öffentlichen Inszenierungen.

    Aber wie gesagt, das sind nur Kleinigkeiten.

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