Rezension: Der ethnische Dominanzanspruch des türkischen Nationalismus (Taş, 2012)

Savaş Taş (2012): Der ethnische Dominanzanspruch des türkischen Nationalismus. Westfälisches Dampfboot, Münster.

Taş analysiert den türkischen Nationalismus als Ideologie und dekonstruiert seine Komponenten. Dabei werden sowohl die historischen Ursprünge als auch die gegenwärtigen Tendenzen dargestellt.

Die deutschsprachige Debatte um den türkischen Nationalismus dreht sich mehrheitlich um die Re-Ethnisierungstendenzen der türkischen MigrantInnen in Deutschland. Dabei werden recht schnell Bilder von geschlossenen Parallelgesellschaften konstruiert, die von Nationalismus und religiösem Fundamentalismus geprägt seien. Es ist begrüßenswert, dass Taş keinen Beitrag zu dieser Debatte leistet, sondern die ideologischen Komponenten des türkischen Nationalismus analysiert. Auch eine weitere inhaltliche Sackgasse wird in dieser diskursanalytischen Dissertation vermieden: Während vielfach türkischer Nationalismus lediglich als eine „rechtsextreme“ Ideologie verstanden wird, bezieht Taş sowohl die staatstragende Fassung als auch die Variante, wie sie von der rechten Milliyetçi Hareket Partisi (MHP, „Partei der Nationalistischen Bewegung“) vertreten wird, in seine Analyse ein.

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