“Feinde im Inland und Feinde im Ausland”

Am Samstag sind bei einem Anschlag nach einem Fußballspiel in Istanbul mehrere Menschen ums Leben gekommen. Ziel waren wohl Polizisten, die für Sicherheit sorgen sollten. Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler und Beobachter der Türkei. Der Zündfunk hat mit ihm gesprochen.

Wenn ein Anschlag in der Türkei verübt wurde, hat Ismail Küpeli als einer der ersten die Infos. Er ist Politikwissenschaftler an der Ruhr Uni in Bochum. Nach den Anschlägen vom Samstag, direkt nach dem Fußballspiel von Besiktas, twittert Küpeli unter anderem: “Blut lässt sich nicht mit Blut waschen”.

Zündfunk: Herr Küpeli, wie schätzen Sie die Situation nach den Anschlägen ein?

Bei dem konkreten Anschlag haben wir es mit den Freiheitsfalken Kurdistans zu tun, einer Gruppe, die sich vermutlich aus Reihen der PKK rekrutiert hat. Die existiert seit etwa 12 Jahren und war Mitte der der Nuller Jahre schon mal aktiv mit einer Reihe von Anschlägen. Wenn man sich die Erklärung der TAK, also der Freiheitsfalken Kurdistans, anschaut dann wird dort auch der PKK vorgeworfen, dass sie zu moderat sei. Zu sehr auf der Friedenskurs setzen würde, zumindest war das in der Vergangenheit der Vorwurf. […]

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