Gelebt in Duisburg, gestorben für Kobane

Suphi Nejat Ağırnaslı fiel im Kampf gegen den IS – Ismail Küpeli erinnert sich an ihn

[…] Suphi Nejat ging nach der Schulzeit in Duisburg zurück in die Türkei. Er war dort politisch aktiv, hat zahlreiche linke Bücher ins Türkische übersetzt, schrieb Artikel. Er wurde aufgrund seines politischen Aktivismus immer wieder festgenommen. Und schließlich, im August 2014 ging er nach Kobanê – zu einem Zeitpunkt, als der IS immer näher an Kobanê rückte. Er muss gewusst haben, was dieser Entschluss bedeuten könnte, angesichts der militärischen Machtverhältnisse. Aber er ging. Und er starb im Kampf gegen den IS, wie so viele vor ihm und nach ihm. Suphi Nejat Ağırnaslı, getötet am 5. Oktober 2014 in Kobane.

Gelebt in Duisburg, gestorben für Kobane (Neues Deutschland, 2. Oktober 2017)

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