»Syrien soll brennen, Afrin soll zerstört werden«

Wie türkische Nationalisten für die Afrin-Offensive mobilisieren

e Offensive der türkischen Armee gegen Afrin in Rojava/Nordsyrien, die am 20. Januar 2018 begann und bis heute andauert, genießt in der Türkei breite Unterstützung. Nicht nur die Regierungspartei AKP, sondern alle Parteien im Parlament (bis auf die linke HDP) sind für diesen Krieg.

Wer in einer solchen politischen Atmosphäre dennoch versucht, Kritik am Krieg zu üben, muss mit einer Festnahme oder sonstigen repressiven Reaktionen rechnen. Das türkische Innenministerium gab jetzt bekannt, dass 474 Menschen wegen kritischen Äußerungen in Sozialen Medien und 192 Menschen bei Protesten gegen den Krieg festgenommen wurden. Selbst sehr zurückhaltende Kritik am Krieg, wie etwa die Äußerung der Ärztevereinigung TBB, dass der Krieg ein »Problem für die öffentliche Gesundheit« sei, führte zu der Festnahme der Führungsspitze der TBB. Inzwischen wird über die Zerschlagung der TBB debattiert und der Verband als »anti-türkisch« diffamiert.

Jetzt könnte man annehmen, dass die einfache Bevölkerung eigentlich gegen den Krieg sei, aber wegen der Repressionen und der Haltung der parlamentarischen Parteien davor zurückschrecke, diese Ablehnung öffentlich zu zeigen. Dies ist jedoch allem Anschein nach eine falsche Annahme. […]

Weiterlesen: Neues Deutschland (13. Februar 2018)

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