Das Gegenteil von Gut – Antisemitismus in der Linken: “Ich bin ein Linker, also betrifft mich das gar nicht”

” “Ich bin ein Linker, also betrifft mich das gar nicht”

Für unsere neue Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut“ haben wir den Politikwissenschaftler und Historiker Ismail Küpeli gefragt: Wie äußert sich Antisemitismus in der gesellschaftlichen Linken?

Im Interview zeigt er auf, wie die Auseinandersetzung mit Antisemitismus häufig abgewehrt wird:

„Viele Linke haben ein Selbstverständnis davon, was ‚Linkssein‘ bedeutet, nämlich dass es quasi ein ‚Ticket‘ sei, ein ‚Freifahrtschein‘ für viele Bereiche. Also wer links ist, kann natürlich kein Rassist sein, ist natürlich kein Judenfeind, ist natürlich kein Sexist und vieles mehr.“

Am 27.03. eröffnen wir unsere Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut – Antisemitismus in der Linken“. Im Fokus der Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller und wirtschaftlicher Waren aus Israel.
Was bedeutet die Geschichte des antisemitischen Ressentiments für das Heute?
Wie haben sich Argumentationsformen und Gefühle tradiert – und wie ist ihnen bildungspolitisch zu begegnen?

Vernissage: Sonderausstellung “Das Gegenteil von Gut” Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968.
Eine Ausstellung der Bildungstätte Anne Frank 27. März – 27. September 2019.”

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