Kein Frieden in Nordsyrien: Verhandlungen unter Bombenhagel

Der türkische Angriffskrieg gegen Rojava in Nordsyrien dauert nun schon mehr als einen Monat an. Er hat bereits hunderte Menschen das Leben gekostet und Tausende vertrieben. Die zwischen der Türkei, den USA und Russland beschlossenen Waffenruhen haben kein Ende der Offensive bewirkt. Vielmehr dauern die türkischen Angriffe im Norden Syriens an.

Der Großangriff auf die kurdische Autonomieregion Rojava, die den zynischen Titel «Operation Quelle des Friedens» trägt, begann am 9. Oktober mit Luft- und Artillerieangriffen auf die kurdisch-syrischen Grenzstädte und -dörfer. Anschließend marschierte die türkische Armee gemeinsam mit islamistischen und jihadistischen Milizen in Nordsyrien ein und es kam im gesamten türkisch-syrischen Grenzgebiet zu Gefechten mit den «Syrischen Demokratischen Kräften» (SDF, eine Allianz aus den syrischen-kurdischen Milizen YPG, YPJ und anderer syrisch-arabischer Milizen), die die militärischen Verteidungskräfte für Rojava bilden. In diesen Kämpfen wurden bisher hunderte mit der Türkei verbündete Milizionäre und SDF-Kämpfer*innen getötet. Viele Zivilist*innen wurden ebenfalls Opfer der Gefechte in den Wohngebieten. Schätzungen zufolge wurden mehrere hundert Zivilist*innen durch die Gefechte getötet. […]

Weiterlesen: Kein Frieden in Nordsyrien: Verhandlungen unter Bombenhagel (Rosa-Luxemburg-Stiftung, 14. November 2019)

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