Türkisch-nationalistisch und jung: Was muss sich nach der Gewalt in Wien-Favoriten ändern?

“Experten diskutierten über die Konsequenzen nach den Angriffen in Wien

Im Zentrum des interaktiven Talks standen diesmal die notwendigen Antworten auf die Gewalt in Favoriten. Das Thema beschäftigt die österreichische Innenpolitik schon seit Tagen: Innenminister Karl Nehammer will den Verfassungsschutz sowie Bundes-und Landeskriminalämter einschalten und die Rolle der Türkei hinter der Gewalt ermitteln lassen, Integrationsministerin Susanne Raab kündigt eine “Null-Toleranz-Politik an”.Doch genau diese Reduzierung der Debatte auf Schlagworte sei wenig hilfreich – so argumentierten zumindest die beiden anderen geladenen Experten bei “STANDARD mitreden”, der deutsche Politikwissenschafter Ismail Küpeli und die Rechtsextremismusforscherin Judith Goetz.

Die türkischen Vereine in Europa seien keine Befehlsempfänger aus Ankara, die polizeiliche Nachschau werde nicht viel bringen, sagte Küpeli. Die Beeinflussung geschehe indirekter, etwa indem Medien die politischen Debatten und Strömungen in der Türkei mit nach Österreich transportierten. Problematische Vereine zu finden, das sei zudem recht einfach möglich. Die meisten Verbände trügen problematische Slogans und Symbole offen vor sich her. Nur hätten die politisch Verantwortlichen es bisher verabsäumt, genau hinzusehen”

Türkisch-nationalistisch und jung: Was muss sich nach der Gewalt in Wien-Favoriten ändern? (Der Standard, 7. Juli 2020)

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