Kategorie: Allgemein

Aktuelle Stunde: Nach Armenier-Resolution: Erdogan fordert Bluttest bei türkischstämmigen Abgeordneten

“Erdogan wird immer wütender. Der türkische Präsident schreckt inzwischen nicht einmal mehr davor zurück, deutsche Bundestagsabgeordnete regelrecht an den Pranger zu stellen. Grund für die Wut ist immer noch die Armenien-Resolution”wdr-aktuellestundegruen

Aktuelle Stunde-Interview (6. Juni 2016)

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Interview: “Der Eindruck, dass die genozidale Option zumindest verbal existiert, verstärkt sich”

“Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler und Historiker und beschäftigt sich in seinen Promotionsstudien mit der Genese des türkisch-kurdischen Konfliktes. Einen besonderen Schwerpunkt legt er auf die kurdischen Aufstände im jungen türkischen Nationalstaat in den 1920er und 1930er Jahre. Zudem arbeitet er als Journalist und berichtet – unter anderem auch tagesaktuell für eine große Anzahl Twitter-Followerer – über die gegenwärtige Entwicklung in den kurdisch-geprägten Gebieten der Türkei. Er hat unter anderem den Sammelband „Kampf um Kobane – Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens“ herausgegeben. Wir haben mit ihm über die aktuelle Lage im Südosten der Türkei und im Norden Syriens gesprochen.”

Interview: “Der Eindruck, dass die genozidale Option zumindest verbal existiert, verstärkt sich”

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Die Wiederkehr der »Freiheitsfalken«

Mit einem blutigen Anschlag in Ankara und Drohungen gegen ausländische Touristen sorgt eine militante kurdische Splittergruppe für eine Eskalation des Krieges in der Türkei.

Es war ein »Comeback« mit Ansage. Bereits am 23. Dezember verübten die »Freiheitsfalken Kurdistans« (TAK) einen Angriff mit Mörsergranaten auf den Sabiha-Gökcen-Flughafen in Istanbul. Bei diesen Anschlag wurden eine Arbeiterin getötet und fünf Flugzeuge beschädigt. Nun vor einer Woche der Anschlag auf einen Konvoi des türkischen Militärs in Ankara mit 28 Toten.

Die türkische Regierung machte schnell die syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten für die Tat verantwortlich, die aber jegliche Beteiligung dementierten. Zwei Tage später bekannte sich die TAK zu dem Anschlag und gab Einzelheiten über den Attentäter bekannt. DNA-Tests haben inzwischen die Angaben der TAK bestätigt und die Regierungsdarstellung widerlegt.

Bis vor kurzem war die TAK außerhalb der Türkei nur einer Handvoll Experten ein Begriff. Schließlich hatte die Organisation seit 2011 jegliche Aktionen eingestellt, so dass viele von einer Auflösung der TAK ausgingen. Ohnehin ist wenig über die TAK bekannt, so existiert weder ein Gründungsdatum noch weiß man, wie groß diese Organisation ist. Die ersten öffentlichen Aktionen der TAK waren Anschläge im Sommer 2004 auf öffentlichen Plätzen und gegen Regierungsgebäude. Bald ging die TAK dazu über, Anschläge in den touristischen Gebieten der Türkei zu verüben, vor allem in den Jahren 2005/06. Danach wurden die Attacken weniger, dauerten aber bis 2011. Insgesamt wurden dabei mindestens 15 Menschen getötet. Eine genauere Bezifferung ist kaum möglich, weil es in diesen Jahren auch zu vielen Anschlägen kam, zu denen sich die TAK nicht bekannt hat, die aber nach einem ähnlichen Muster erfolgten.

Die TAK greift nach eigener Sussage den Tourismussektor an, weil sie einen dauerhaften Krieg zwischen der Türkei und den Kurden sieht und die Einnahmen aus dem Tourismus diesen Krieg mitfinanzieren würden. Ihr Verhältnis zur Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ist nebulös: Einerseits bezieht sich die TAK positiv auf PKK-Anführer Abdullah Öcalan und nimmt für sich in Anspruch, für die kurdische Bevölkerung zu kämpfen. Anderseits kritisiert die TAK die PKK als zu moderat im Konflikt mit der Türkei.

Den sogenannten Friedensprozess mit der Regierung verurteilt die TAK als Versuch, den kurdischen Befreiungskampf zu lähmen und als langfristiges »Vernichtungsprogramm« gegen das kurdische Volk. Die TAK rief die PKK dazu auf, den bewaffneten Kampf wiederaufzunehmen. Während dieser Aufruf in den letzten Jahren, in denen verhandelt wurde, seitens der PKK kein Gehör gefunden hatte, ist die Situation jetzt anders. Die Regierung hat den Krieg neu entfacht und sorgt so dafür, dass militante Kräfte auf der kurdischen Seite wieder stärker werden – auf Kosten von allen, die immer noch für eine friedliche Lösung eintreten.

In: Neues Deutschland (24. Februar 2016)

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Audiomitschnitt: “Erdogans neues Reich”

Vortrag am 10. Februar 2016 in Dresden

“Die Lage in der Türkei eskaliert zusehends. Im Süd-Osten des Landes muss mittlerweile von einem offenen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung gesprochen werden. Im restlichen Land reagiert das Regime Erdogans mit Einschränkungen der Presse- und Redefreiheit und lässt Kritiker*innen verhaften.

Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler und Journalist. Er analysiert die Konflikte in der Türkei und im Nahen und Mittleren Osten. Zu Beginn seines am 10.2. in Dresden gehaltenen Vortrags widmet er sich der Geschichte der AKP um dann zu einer Beschreibung der aktuellen Lag fortzuschreiten”

Audiomitschnitt: “Erdogans neues Reich”

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Interview mit Radio Dreyeckland: Lage nach Anschlag in Ankara

“Beim Anschlag auf einen Militärkonvoi in Ankara wurden am Mittwoch 28 Menschen getötet. Gestern gab es dann wieder einen Angriff auf die türkische Armee nahe der kurdischen Stadt Diyarbakir mit 6 Toten Soldaten. Der Krieg gegen die PKK oder anders ausgedrückt, gegen die kurdische Bevölkerung, geht derweil weiter. Über die Lage, aktuelle Spekulationen zum Anschlag in Ankara und Reaktionen darauf, auch im Hinblick auf eine drohende türkische Intervention in Syrien, sprachen wir mit dem Politikwissenschaftler und freien Journalisten Ismail Küpeli.”

Interview mit Radio Dreyeckland: Lage nach Anschlag in Ankara

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WAZ-Interview: “Deutschland ist nicht nur Zuschauer”

“Ismail Küpeli, der an der Ruhr-Universität Bochum zum Thema “Kurdische Aufstände in der Türkei” promoviert, bewertet die Rolle der Bundesregierung in der Kurdenfrage differenzierter. Demnach sei Berlin nicht mehr bloß “Zuschauer in diesem Krieg”, sondern “Partner”. “Die Rolle Deutschlands hat sich seit den deutsch-türkischen Regierungsgesprächen im Januar in Berlin verschoben”, sagt der Politikwissenschaftler und verweist auf eine Erklärung beider Regierungen, die “Zusammenarbeit im rechtmäßigen Kampf gegen den Terrorismus” weiter vertiefen zu wollen. Explizit genannt wurde dabei der Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat, die linksradikale türkische DHKP-C und die kurdische PKK.”

Westdeutsche Zeitung: “Deutschland ist nicht nur Zuschauer” (18. Februar 2016)

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radioeins-Interview: PKK für Anschläge auf türkisches Militär verantwortlich?

“Am frühen Mittwochabend detonierte in Ankara eine Autobombe neben einem Militärbus. 28 Menschen starben, mehr als 60 wurden verletzt. Heute Morgen kam es zu einem weiteren Anschlag. Ziel war ein Militärkonvoi im Südosten des Landes, bei dem mindestens acht Soldaten getötet wurden.

Der türkische Premier Davutoglu hat sich zu dem Vorfall in Ankara geäußert. Er gibt klar der PKK und der syrischen Kurdenmiliz YPG die Schuld für den Anschlag von Ankara. Trotz eines Dementi seitens der PKK, kündigte der türkische Präsident Erdogan nach dem Anschlag Vergeltung an. Die Türkei sei entschlossen, von ihrem „Recht auf Selbstverteidigung“ Gebrauch zu machen.

Darüber sprachen wir mit dem Journalisten und Politikwissenschaftler Ismail Küpeli…”

radioeins: “PKK für Anschläge auf türkisches Militär verantwortlich?” (18. Februar 2016)

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detektor.fm-Interview: Syrien-Konferenz – Gespräche über Syrien, ohne Syrer

In München verhandeln 17 Staaten, um in Syrien den Frieden wiederherzustellen. Aus Syrien selbst nimmt jedoch niemand teil, weder Machthaber Assad noch Oppositionelle oder gar Rebellen. Was kann diese Konferenz leisten?

Welche Interessen die Vertreter der internationalen Gemeinschaft im Syrien-Konflikt verfolgen und was die Syrien-Konferenz ausrichten kann, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Jennifer Stange mit dem Journalisten und Politikwissenschaftler Ismail Küpeli gesprochen.

detektor.fm: “Einen Plan, wie Syrien befriedet werden kann, haben die Europäer nicht” (16. Februar 2016)

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