Vorträge

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Texte und Vorträge sind auf Anfrage möglich. Die Themen umfassen politische Kämpfe, ökonomische Krise und gesellschaftliche Konflikte in der Türkei, den Nahen und Mittleren Osten, Portugal und Deutschland. Anfragen bitte an: Ismail.Kuepeli@ruhr-uni-bochum.de Interviews und Livegespräche zum aktuellen Tagesgeschehen werden ebenfalls angeboten. Kurzfristige Anfragen bitte an: 0049/172 255 64 86
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2017

Proseminar: “Kriege und Rebellionen in der Krisenregion Türkei, Syrien und Irak”: Freie Universität Berlin Wintersemester 2016/2017

Ausnahmezustand in der Türkei: 19. Januar 2017, Freie Universität Berlin

Vernissage der Freelens-Fotografieausstellung “Bitte warten”zum Thema Flucht: 16. Februar 2017, Gelsenkirchen

Türkei im Ausnahmezustand: 20. Februar 2017, Bochum

Verfassungsreferendum in der Türkei: 20. März 2017, Witten

Kommunale Fortbildung: “Politische Turbulenzen in der Türkei”, 21. März 2017, Unna.

Präsidialsystem in der Türkei: 22. März 2017, Münster

Entwicklungen in der Türkei – Bedeutung für unsere Gesellschaft: 31. März 2017, Freiburg.

Hayır! Ja zur Demokratie: Das Präsidialsystem in der Türkei und Konflikte in Deutschland – Speakerstour mit Hatip Dicle. 7. April, Berlin, 12. April, Mainz, 13. April, Trier, 25. April, Frankfurt a.M., 26. April, Saarbrücken, 17. Mai, Bremen

Quo vadis Türkei? Die Türkei nach dem Referendum: 23. April 2017, Berlin

Türkei nach dem Referendum: 27. April 2017, Wuppertal

Podiumsdiskussion “Flucht. Krieg. Medien.”: 12. Mai 2017, Innsbruck

Erdogan und die aktuellen Repressionen in Nord-Kurdistan/Türkei: 16. Mai 2017, Lingen

Türkische Rechte zwischen AKP und MHP: 21. Mai 2017, Bonn

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Vergangene Veranstaltungen (2009/2016):

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 20. Januar, München

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 26. Januar, Berlin

“Der Krieg gegen die Kurden”: 4. Februar, Bochum

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 9. Februar, Leipzig

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 10. Februar (18:00), Hochschule für Bildende Künste (Raum 141, Güntzstraße 34), Dresden

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 11. Februar, Aachen

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 12. Februar, Rostock

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 20. Februar, Frankfurt a.M.

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 3. März, Wuppertal

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 4. März, Heddesheim

Vortrag über “Antirassismus und die Linke” im Rahmen der Tagung “Stimmungsmache gegen Roma – Das Beispiel Duisburg”: 12. März, Dortmund

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 14. März, Münster

Islamismus und antimuslimischer Rassismus: 16. März, Siegen

Kein Licht am Ende des Tunnels: Südeuropa weiter unter dem Spardiktat: 5. April, Tübingen

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 6. April, Tübingen

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 7. April, Schwäbisch Gmünd

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 8. April, Witten

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 13. April, Bremen

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 14. April, Kiel

Türkische Nationalisten in Deutschland: 20. April, Düsseldorf

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 27. April, Neubrandenburg

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 28. April, Greifswald

Seminar zur Politik der Türkei: 30. April, Bochum

Türkische Nationalisten in Deutschland: 13. Mai, Hamburg

Türkische Nationalisten in Deutschland: 14. Mai, Rostock

Podiumsdiskussion: “Präsidialdiktatur und Krieg: Ist das die „neue Türkei“ der AKP?” : 18. Mai, Hannover

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 19. Mai, Graz

Türkische Nationalisten in Deutschland: 20. Mai, Wien

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 21. Mai, Wien

“Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens”: 23. Mai, Braunschweig

Türkische Nationalisten in Deutschland: 24. Mai, Erfurt

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 25. Mai, Magdeburg

Der Krieg gegen die Kurden in der Türkei: 27. Mai 2016, Werne

Podiumsdiskussion “Merkels Pakt, Erdogans Beitrag”: 24. Juni, Berlin

Moderation der Talkrunde “Merkels Pakt, Erdogans Beitrag” bei Fest der Linken: 25. Juni, Berlin

Workshop “Die Türkei: Schlüsselpartner oder Fluchtursache?” auf dem Kongress “Europa flieht”: 2. Juli 2016

Krieg und Flucht in Nordsyrien – Ursachen, Perspektiven und friedensstiftende Lösungsansätze: 30. August, Hagen

Vernissage der Ausstellung “Back to Rojava”: 4. September, Köln

Die Lage der Journalisten in der Türkei: 17. September, Stuttgart

Gefährliches Handwerk: Journalismus in der Türkei: 18. September, Aachen

Finissage der Ausstellung “Back to Rojava”: 23. September, Wuppertal

Die Türkei im Ausnahmezustand: 29. September, Bochum

Kurzvortrag über “die ‘kurdische Frage’ in der Türkei” im Rahmen der Summer School “Facing Genocide: Die Zukunft der Gewalt” der Ruhr-Universität Bochum: 6. Oktober 2016, Bochum

Ausnahmezustand in der Türkei und der Krieg gegen die Kurden: 20. Oktober, Halle

Proseminar an der Freien Universität Berlin: Kriege und Rebellionen in der Krisenregion Türkei, Syrien und Irak (Wintersemester 2016/2017)

Türkei: Stabile Demokratie oder Krisenherd? 25. Oktober, Esslingen

Vortrag über “türkische Nationalisten in Deutschland” im Rahmen der Tagung “Ideen und Praxen der Ungleichheit. Islamismus und Rechtsextremismus im Vergleich”: 27. Oktober, Köln

Türkei – Quo vadis? Ein Vortrag zu der aktuellen politischen Situation in der Türkei und Nordkurdistan: 28. Oktober, Universität Duisburg-Essen (Campus-Essen)

Einführung in die “kurdischen Frage”: 18. November, Basel

Rojava heute: 19. November Zürich

EU-Flüchtlingsdeal mit der Türkei: 20. November, Bern

Blackbox Türkei: 1. Dezember, Theater Dortmund

Türkische Nationalisten in Deutschland: 8. Dezember, Jena

9. Dezember, Saalfeld

21. Dezember, Aachen

2015:

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 29. August, Antifa Sommercamp in Nordhessen

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 8. September, Halle

Islamismus und Medien: 9. September, Magdeburg

Podiumsdiskussion “Reif für Europa? Das Justizsystem der Türkei”: 10. September, Mainz

Portugal: Krise des Landes, Krise der Linken: 20. September, Duisburg

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 24. September, Düsseldorf

Antimuslimischer Rassismus oder notwendige Kritik des Islam?: 30. September, Volkshochschule Meiningen

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 2. Oktober, Bochum

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 5. Oktober, Bielefeld

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 7. Oktober, Köln

Ungeklärte Verhältnisse? Antimuslimischer Rassismus und linke Verwirrtheit: 8. Oktober, Wuppertal

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 9. Oktober, Duisburg

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 15. Oktober, Duisburg

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 16. Oktober, Dortmund

Die Türkei – Zwischen Aufbruch und Bürgerkrieg: 18. Oktober in Duisburg

Antisemitismus und Nationalismus in der Türkei: 19. Oktober, Berlin

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 20. Oktober, Berlin

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 21. Oktober, Aachen

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 22. Oktober, Erfurt

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 27. Oktober, Hamburg

Die Türkei nach der Wahl: Menschenrechte oder Bürgerkrieg? 2. November, Duisburg

Die aktuelle Lage in der Türkei und demokratische Alternativen in Region: 3. November, Bielefeld

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 4. November, Neuss

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 5. November, Wien

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 6. November, Wien

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 12. November, Jena

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 13. November, Saalfeld

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 17. November, Essen

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 22. November, Bremen

Portugal, ein Brennpunkt der kapitalistischen Krise in Europa: 24. November, Düsseldorf

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 25. November, Freiburg

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 26. November, Dresden

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 30. November, Göppingen

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 30. November, Trier

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 1. Dezember, Schwäbisch Gmünd

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 2. Dezember, Tübingen

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 3. Dezember, Ludwigsburg

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 4. Dezember, Mannheim

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 7. Dezember, Pirna

Islamismus und antimuslimischer Rassismus: 8. Dezember, VHS Chemnitz

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 9. Dezember, Nürnberg

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 10. Dezember (20h), Bamberg

Rückkehr des Islamismus im arabischen Winter: 11. Dezember, Leipzig

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 14. Dezember, Potsdam

“Kampf um Kobane”-Buchvorstellung: 16. Dezember, Mülheim a.d.Ruhr

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Ungeklärte Verhältnisse? Antimuslimischer Rassismus und linke Verwirrtheit

In der Debatte um den Islam und über antimus­li­mi­schen Rassismus finden sich – teilweise auch in der Linken – oft essen­tia­lis­tische und kultu­ra­li­sie­rende Polemiken gegen „die Muslime” und „den Islam”, die die Grenze zum Rassismus überschreiten. Doch wenn es um antimus­li­mi­schen Rassismus geht, scheint es oft unmöglich, eine gemeinsame Position zu finden. Linkes Verhalten reicht vom reflex­haften Vorwurf, Islamismus werde durch die Thematisierung des antimus­li­mi­schen Rassismus in Schutz genommen, bis zur völligen Ausklammerung jeder Kritik an anti-emanzipatorischen Haltungen.

Dabei wäre in Zeiten von Hogesa/Pegida auf der einen und von IS-Sympathisierenden auf der anderen Seite der Menschenverachtung eine klare und starke Position antiras­sis­ti­scher Kräfte nötiger denn je. Was sind Ursache und Beweggründe für das ungeklärte Verhältnis zu Musliminnen und Muslimen? Was hindert die einen, sich gegen gruppen­be­zogene Diskriminierung zu stellen; was die anderen, anti-emanzipatorische Positionen anzugreifen – was in der Summe schließlich oft zu einem Nichtverhalten führt?

Die linken Schwierigkeiten, die Verhältnisse zu klären, sind aktuell vor der eigenen Haustür zu besich­tigen: Der Plan der DITIB, an der Gathe eine große Moschee zu errichten, gefährdet das „Autonome Zentrum”, das als selbst­ver­wal­teter sozialer Ort seit vielen Jahren eine wichtige Funktion erfüllt. Die Auseinandersetzung darüber ist von der Schwierigkeit geprägt, dass eine plumpe „Anti-Moschee Kampagne“ Beifall von der falschen Seite erzeugen würde. Wie kann in diesem Gefüge eine emanzi­pa­to­rische und entschiedene Haltung aussehen? Darüber wollen wir am 17.09. mit Ismail Küpeli und dem Publikum diskutieren.

17. September 2015 um 20 Uhr, Café ADA (Wiesenstraße 6, 42105 Wuppertal)

“Antimuslimischer Rassismus oder notwendige Kritik des Islam?” mit Ismail Küpeli und Floris Biskamp

Donnerstag, 02. Juli, Rote Flora Hamburg

Antirassismus und Linke: This is not a love song

Die inzwischen jahrelangen linken Abwehrkämpfe gegen die Anerkennung des antimuslimischen Rassismus, die heftigen Auseinandersetzungen um Critical Whiteness und die immer wieder hochkommenden Konflikte um Rassismus innerhalb der linken Szenen machen deutlich, dass eine eindeutige antirassistische Positionierung für die deutsche Linke keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Auf diese widersprüchlichen und komplexen Konflikte reagieren viele deutsche Linke mit Ignoranz – eine Haltung, die sich von Rassismus betroffene nicht leisten können. Im Gegenzug isoliert sich die antirassistische Linke zunehmend mit Abschottung und eine radikaleren Abgrenzung gegen die Mehrheitslinke. Hier wollen wir nach Wegen suchen, um diese Tendenzen zu durchbrechen und zu einer Ausweitung und Akzeptanz antirassistischer Positionen in der gesamten Linken zu kommen.

Mittwoch, 10.6. um 18:30 in Raum SN 19.3 des Altgebäudes der TU Braunschweig (Pockelsstraße 11, 38106), im Rahmen des festival contre le racisme

Was geschah mit dem Geist von Gezi? Analysen und Gespräche nach den Parlamentswahlen in der Türkei

Verfassungsbrüche, Korruptionsskandale, Polizeigewalt, ein außenpolitisches Desaster im syrischen Bürgerkrieg und das drohende Scheitern des Friedensprozesses mit der kurdischen PKK – laut Umfragen kann all dies Staatspräsident Erdoğan und der AKP nur wenig anhaben. Bei den Parlamentswahlen am 6.6. 2015 scheint die Frage nur zu lauten, ob die AKP mit ihrem Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu die absolute Mehrheit im Parlament – dank der weltweit einzigartig hohen 10 Prozent Hürde – verteidigen kann. Gefährdet wird diese Mehrheit allein durch die Chancen der HDP, einem Bündnis aus linken und kurdischen Parteien, ins Parlament einzuziehen. Damit müssten die AKP und die CHP, die Partei des Staatsgründers Kemal Atatürk, ihre Sitze mit einer neuen Akteurin teilen, die viele ProtagonistInnen der Gezi-Proteste repräsentiert. Diese drei Parteien stehen sich jeweils politisch diametral gegenüber; verfehlt die AKP die absolute Mehrheit, wäre somit die Regierungsbildung äußerst schwierig. Eine Situation, die sowohl den außerparlamentarischen Bewegungen im Geiste Gezis Auftrieb verschaffen könnte, wie aber auch den Zielen Erdoğans: der Umgestaltung des politischen Systems der Türkei in eine präsidiale Republik.

Was bedeuten also Wahlen und ihre Resultate für die Gesellschaft in der Türkei? Der Pavillon Hannover lädt am 9. Juni in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen ein zu Gesprächen, Analysen & Diskussionen, drei Tage nach den Parlamentswahlen 2015 in der Türkei.

Mit Beiträgen von Fatma Umul (Sozialforscherin & Journalistin) und Max Zirngast (Politische Philosophie, Universität Wien & Webjournalismus). Moderation: Ismail Küpeli

Islamismus und antimuslimischer Rassismus

4. Juni 2015 in der Universität Leipzig

Veranstaltungsrundreise: Zwei Jahre nach Gezi: Die Türkei unter Erdogan

Im Mai 2013 schien es so, als sei der „Arabische Frühling“ nun auch in der Türkei angekommen. Ausgelöst durch die geplante Zerstörung des Gezi-Parks in Istanbul, der einem Einkaufszentrum weichen sollte, entstand eine vielfältige und breite Oppositionsbewegung gegen die AKP-Regierung. In fast allen türkischen Städten und in vielen europäischen Metropolen fanden Protestaktionen statt. Der Versuch der Erdogan-Regierung, die Proteste mit blanker Repression zerschlagen zu lassen, gelang nicht. Trotz mehrerer Todesopfer und zahlreicher Verletzter gingen die Menschen weiter auf die Straße. Allerdings hat sich die „schweigende Mehrheit“ der Bevölkerung nicht den Protesten angeschlossen und die AKP konnte die Wahlen seither für sich entscheiden. Der „Geist von Gezi“ scheint verflogen und die Opposition wirkt gegenüber der AKP-Regierung recht hilflos. Der Vortrag skizziert, wie Erdogan seine Macht sichern konnte und welche Gegenbewegungen derzeit noch existieren.

Termine:
7. Mai 2015 in der Volkshochschule Aachen, Aachen
16. Mai 2015 im Rahmen des 37. Kongresses der Bundeskoordination Internationalismus
21. Mai 2015 in der Volkshochschule Neuss, Neuss
3. Juni 2015 in der Universität Leipzig
18. Juni 2015 in der Kreuzeskirche Duisburg-Marxloh

Rückkehr des Islamismus im arabischen Winter

2011 weckten die Rebellionen im Nahen und Mittleren Osten Hoffnungen auf eine Überwindung der arabischen autoritären Regime und auf demokratische Gesellschaften, die Raum für linke und emanzipatorische Prozesse bieten. 2015 ist davon nicht mehr die Rede. Mehrheitlich haben sich die Machthaber halten können, mancherorts haben sich neue Autokratien gebildet – und dies sind eher die positiveren Beispiele. In Libyen und Syrien herrschen blutige Bürgerkriege, in denen die Menschen um ihr Überleben kämpfen.
Insbesondere in Syrien haben sich islamistische Organisationen als die wichtigsten Gewaltakteure neben dem bisherigen Regime etabliert. Hier wollen wir uns anschauen, wie es zu diesem Erstarken des Islamismus kam, welche regionalen Mächte dazu beigetragen haben und welche Staats- und Gesellschaftsordnung die Islamisten propagieren. Wir wollen auch nach Gegenkräften suchen, die aus einer linken und emanzipatorischen Perspektive Bündnispartner sein können.

6. Mai 2015 in der Ruhr-Universität Bochum (Hörsaal HGB 20), Bochum

Das kleine ABC der europäischen Sparpolitik. Hintergründe, Akteure und Alternativen

Ein Intro mit Ismail Küpeli und Mag Wompel – aus der Reihe «Struggle in Europe: Krise und Kämpfe in Europa – Auswirkungen, Proteste, Perspektiven»

Im Laufe der „Krise“ entwickelte sich aus der Europäischen Union mehr und mehr ein repressives System. Die Troika, bestehend aus der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfond, zwang die von der Krise betroffenen Ländern zu massiven Sparmaßnahmen. Diese Austeritätspoltik zeigt drastische Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben. Güter und Dienstleistungen, die bisher den meisten Menschen zur Verfügung standen, fallen dieser Politik zum Opfer; die Folgen sind Verarmung und Verelendung. Menschen sterben an längst heilbaren Krankheiten und die Versorgung mit alltäglichen Gütern ist nicht mehr gewährleistet. Dies ist nicht das Ergebnis einer naturgesetzlichen Notwendigkeit, sondern folgt einem ideologischen Muster mit klar benennbaren Akteuren. In der meist undurchschaubaren medialen Vermittlung sind diese Akteure und Ideologien oft intransparent. Dies führt dazu, dass kaum jemand die komplexen Verhältnisse durchblicken kann.

In unserer Einführungsveranstaltung wollen wir Licht auf die Verhältnisse werfen und der dahinter stehenden neoliberalen Ideologie nachgehen. Anschließend werden Alternativen und soziale Kämpfe zur herrschenden Ideologie vorgestellt. Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler, Aktivist und freier Autor. Mag Wompel ist freie Journalistin und Industriesoziologin. Sie ist verantwortliche Redakteurin des LabourNet Germany.

23. Januar 2015 im Sozialen Zentrum, Bochum

Nelkenrevolution reloaded? – Krise und soziale Kämpf in Portugal 16. Dezember 2014 in FAU-Lokal, Düsseldorf

Islamismus und antimuslimischer Rassismus 2. Dezember 2014 in Syntopia, Duisburg

Türkei, PKK und ISIS – Hintergründe, aktuelle Entwicklungen und Einschätzungen 27. November 2014 in FAU-Lokal, Düsseldorf

Veranstaltungsrundreise über Türkei & ISIS & Kobane

Seit über einem Monat nun versucht der “Islamische Staat” (IS) die kurdische Stadt Kobane in Rojava/Nordsyrien zu erobern. Die islamistischen Kämpfer gehen mit äußerster Brutalität vor und verfügen über moderne Waffen, die sie von der irakischen Armee erobert haben. Auf der anderen Seite stehen die kurdischen Milizen der PKK-nahen PYD, die nur wenig externe Unterstützung bekommen. Ein Sieg der IS scheint möglich und die Folgen für die Bevölkerung vor Ort dürften schrecklich ausfallen. In der Veranstaltung der Aufstieg der IS im syrischen und irakischen Bürgerkrieg skizziert und die Rolle einiger Staaten in der Region näher beleuchten.

17. Oktober 2014 in Syntopia, Duisburg
19. Oktober 2014 in Hayat, Wuppertal
24. Oktober 2014 im Jugendzentrum JuWeL, Werne
30. Oktober in JG Stadtmitte, Jena
31. Oktober in Haskala, Saalfeld

Nelkenrevolution reloaded? Krise und soziale Kämpfe in Portugal

Portugal entwickelt sich zu einem Brennpunkt der kapitalistischen Krise in Europa. Sowohl die neoliberale „Krisenbewältigung“ als auch die sozialen Bewegungen gegen diese Politik lassen sich hier exemplarisch aufschlüsseln. Dabei wird auch die autoritäre Wende in der EU sichtbar und die neuen Möglichkeiten sozialer Opposition jenseits von Parteipolitik und Wahlkämpfen. In seinem Buch „Nelkenrevolution reloaded. Krise und soziale Kämpfe in Portugal“ (Münster 2013) zeigt Ismail Küpeli Aspekte aus der Perspektive der Menschen in Portugal, die für ein „besseres Leben“ kämpfen.

Ismail Küpeli, Politikwissenschaftler und Aktivist, u.a. in der Bundeskoordination Internationalismus. Er begleitet die sozialen Bewegungen in Portugal solidarisch und kritisch und berichtet regelmäßig über die Folgen der Wirtschaftskrise und die Proteste gegen die neoliberale Krisenpolitik.

Termine:
Dienstag 28. Oktober 2014, Conne Island, Leipzig
Mittwoch 29. Oktober 2014, Campus der Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Freitag 14. November 2014, Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg

Veranstaltungsrundreise: Nelkenrevolution reloaded? Krise und soziale Kämpfe in Portugal, 9.-14 April, in Duisburg, Aachen, Neuss, Saarbrücken

“Krise und soziale Kämpfe an der europäischen Peripherie” am 11. Mai 2013, im Rahmen des 35. BUKO-Kongresses in München.

BUKO-Tagesseminar “EU zwischen Blackbox und Fragmentierung”, 23. Februar 2013, Bahnhof Langendreer (Bochum)

34. Bundeskongress Internationalismus (BUKO) (17.-20. Mai 2012, Erfurt): a) Krise und soziale Kämpfe in Portugal, b) Umkämpfte Demokratie in der Türkei.

Portugal: Neoliberale Krisenbewältigung und soziale Kämpfe

Ismail Küpeli (aktiv in der BUKO) wird vom 10.-16. März 2012 über die neoliberale “Krisenbewältigung” und die wachsenden sozialen Proteste in Portugal berichten: 10.3. Berlin, 12.3. Hannover, 13.3. Hamburg, 14.3 Erlangen, 15.3 München, 16.3. Tübingen.

Portugal: Widerstand gegen die neoliberale “Krisenbewältigung”

Veranstaltungsreihe über die politische und ökonomische Krise, die neoliberale “Krisenbewältigung” und die wachsenden sozialen Proteste in Portugal.

  • Mittwoch, 13. Juli, 19:00 | Autonomes Zentrum (Wiersbergstrasse 44, Köln)
  • Donnerstag, 14. Juli, 20:00 | Djäzz (Börsenstr 11, Duisburg)
  • Dienstag, 19. Juli, 20:00 | Don Quijote (Scharnhorststr. 57, Münster)
  • Donnerstag, 21. Juli, 19:30 | Centro Sociale (Sternstr. 2, Hamburg)
  • Freitag, 29. Juli, 19:30 | Soziales Zentrum (Josephstr. 2, Bochum)
  • (Weitere Termine folgen demnächst, Anfragen bitte an: Ismail.Kuepeli@ruhr-uni-bochum.de)

    Tendenzen und Akteure der Islamdebatte (Beitrag im Rahmen des BUKO-Seminars “Antimuslimischer Rassismus in Deutschland“, 8. – 9. April 2011, Berlin)

    Portugal: Widerstand gegen die neoliberale “Krisenbewältigung” | 7. April 2011, Meuterei (Reichenbergerstr. 58, 10999 Berlin)

    Glaube und Herrschaft: Mit und gegen den Islam zu politischer Macht | 4. Oktober 2010, Pavillon am Raschplatz, Hannover

    33. Kongress der BUKO (13.-16. Mai 2010, Tübingen): 1) “Jenseits von antimuslimischem Rassismus und Islamismus“, 2) “Gescheiterte Staaten und europäische Interventionskonzepte” (gemeinsam mit Christoph Marischka)

    Jenseits von antimuslimischem Rassismus und Islamismus | 7. Mai 2010, Soziales Zentrum, Bochum

    Jenseits von antimuslimischem Rassismus und Islamismus | 22. März 2010, Cafe Zentral, Duisburg

    Militarisierung und “Failed States” (im Rahmen von “Macht[t]raum EU – Seminar zur Außenpolitik der EU“) | 20.-22. November 2009, Grafrath bei München

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